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Borderline- Beziehung – Trennung vom Borderline- Partner

Leidenschaft beinhaltet das Wort Leiden. In manchen Beziehungen scheint dieser Terminus ganz besonders zuzutreffen. Es werden Türen zugeschlagen, Teller an die Wand geknallt oder der Borderline-Partner bricht bei jeder Kleinigkeit in Tränen aus. Dramen, wie wir sie alle zumindest aus Filmen, meist aber auch aus dem eigenen Leben kennen. Nun kommt es immer darauf an, wie mit solchen Dramen umgegangen wird und wie sich diese auf die Borderline- Beziehung auswirken. Es scheint Paare zu geben, die sich auf der einen Seite streiten bis das gesamte Geschirr zerbrochen ist, um sich dann wieder in die Arme zu fallen als wäre nie etwas geschehen. In der Literatur und im Film gibt es hierzu auch genügend Beispiele, die anmuten lassen, dass es sich hierbei um besonders tiefe Liebe und Leidenschaft handelt. Doch wenn wir ehrlich sind, ist andauerndes Drama in unserem Leben meist nicht besonders romantisch und schön. Auf die Dauer gesehen führt destruktives Verhalten in einer Beziehung eher zu einer Trennung vom Bordeline- Partner, denn zu immerwährendem Glück.

Ursachen für andauernde Streitigkeiten, Wutausbrüche und Tränenbäche können stressige Lebensphasen sein aber auch krankhafte Störungen wie eben Borderline sein. Borderliner, Choleriker, Depressive oder auch besonders sensible Menschen sind oft nicht in der Lage das eigene Gefühlsleben angemessen zu regulieren, was zu Problemen innerhalb einer Beziehung führen kann.

Das Wichtigste zum Thema „Borderline- Beziehung – Trennung vom Borderline- Partner“ für Sie:

  • Emotionale Instabilität hat viele Gesichter und kann einerseits stressbedingt sein, andererseits auch auf eine psychische Krankheit wie Borderline zurückzuführen sein.
  • Die Grenze zwischen stressbedingter und krankheitsbedingter Instabilität zu ziehen gelingt oft erst, wenn die Partnerschaft schon fortgeschritten ist.
  • Mit einem Borderline- Partner zusammen zu sein ist eine große Herausforderung, die ohne fremde Hilfe von außen nur sehr schwer gemeistert werden kann.
  • Da Menschen, die an einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leiden, oft destruktives Verhalten zeigen und teilweise sogar mit Selbstmord drohen, fällt es den Partnern oft schwer, einen Schlussstrich zu ziehen, der aber in den meisten Fällen dringen nötig ist - dem eigenen Seelenheil zuliebe.
  • Werden die Probleme lediglich durch stressvolle Situationen hervorgerufen, kann Hilfe von der Familie oder ein klärendes Gespräch mit dem Chef für große Erleichterung und eine wesentlich verbesserte Situation sorgen.
  • Manche Menschen weinen, weil sie depressiv verstimmt, andere, weil sie einfach besonders sensibel sind. Auch hier gilt es, ganz genau hinzusehen und herauszufinden weshalb es immer wieder zu Weinattacken kommt.
  • Während manche Menschen aus Sensibilität weinen, brechen andere wieder in Wut aus. Mit Cholerikern zu leben ist nicht einfach, aber, wenn Sie Ihren Partner lieben, mit etwas Gelassenheit möglich.
  • Um ein klärendes Gespräch in einer Borderline- Beziehung beginnen, ist es am sinnvollsten wenn Sie einen möglichst stressfreien Zeitpunkt heraussuchen, zu dem Sie beide möglichst nicht gestört werden.

Borderline- Syndrom

Weshalb jemand unter einem schwachen Nervenkostüm leidet, kann verschiedene Gründe haben. Einerseits können sich diese auf Stress zurückführen lassen, andererseits kann es sich auch um krankhafte Beeinträchtigungen wie das Borderline- Syndrom handeln. Dabei kann Stress ganz unterschiedliche Ausformungen annehmen. Jeder leidet im Leben ab und an mal unter Stress. Sei es im Job oder im Privatleben. Fehlt der Ausgleich, wie beispielsweise Sport oder Entspannung, kann es schon mal passieren, dass eine Überreaktion stattfindet, die oft an anderen Menschen ausgelassen werden. Es kann dann der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Oft können die betroffenen Personen ihre Gefühle nicht dort herauslassen, wo sie eigentlich entstanden sind. Anstatt dem Chef die Überforderung mitzuteilen, bricht der Betroffene bei Streitigkeiten mit dem Partner sofort in Tränen aus oder bekommt einen Wutanfall.

Länger anhaltender Stress kann aber auch zu schwerwiegenderen Problematiken führen. So sind beispielsweise Depressionen unter Umständen auf lange anhaltenden emotionalen Stress zurückzuführen. Hier handelt es sich jedoch weniger um eine Instabilität, sondern um ein gesondertes Krankheitsbild. Dennoch wird auch in diesem Artikel immer wieder auf Depressionen hingewiesen, da sich die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Ausformungen oft überschneiden. Dasselbe gilt auch für Angststörungen, die zur Folge haben können, dass impulsives Verhalten auftritt, wobei es sich hier eher um vermeidende Verhaltensstrategien handelt.

Aber es gibt auch ein diagnostiziertes Krankheitsbild, das hinter emotionaler Instabilität stecken kann: Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung. Diese wird in zwei Untergruppen eingeteilt. In den impulsiven Typ und die Borderline- Störung. Die impulsive Störung ist gekennzeichnet durch impulsive Handlungen und extreme Stimmungsschwankungen, welche die Personen nicht wirklich unter Kontrolle haben. Dieselben Symptome weisen Borderliner auf, haben aber zusätzliche Verzerrungen des Selbstbildes und neigen zu destruktiven Handlungen. Sie sind gefangen zwischen dem Bedürfnis nach Nähe und der Unfähigkeit, diese aushalten zu können. Dabei haben sie immerzu Angst davor, verlassen zu werden.

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung

Unterscheiden lassen sich die verschiedenen Ausformungen von emotionaler Instabilität unter anderem dadurch, das bei der stressbedingten Instabilität, ein tatsächlicher Stressor vorhanden ist und die Person wieder zu normalem Verhalten zurückkehrt, wenn die stressverursachende Situation sich verbessert. Auch Depressionen und Ängste lassen sich auf bestimmte spezifische Ursachen zurückführen und oft verschwinden Angst und depressive Verstimmungen durch Medikamente oder therapeutische Behandlung.

Bei der Persönlichkeitsstörung ist dies nicht immer der Fall und die Krankheitssymptome lassen sich auch nicht auf einen bestimmten Faktor zurückführen. Diese Gruppe leidet schon ein ganzes Leben lang. Von außen mag zunächst nicht klar erkennbar sein, ob es sich um eine ernsthafte psychische Störung oder „nur“ um einen sehr gestressten Menschen handelt. Durch den Charakter der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung ziehen die Betroffenen zudem stressvolle Situationen an bzw. begeben sich unbewusst in solche hinein, was vor allem bei einem Borderline- Partner der Fall ist. Wenn sich der Kontakt intensiviert und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, wird den meisten Menschen klar, dass Sie in einer Borderline- Beziehung stecken. Dabei können der Borderline-Partner gar nichts für seine Krankheit. Diese entsteht entweder durch Vererbung oder durch Umwelteinflüsse in der Kindheit. Forscher sind sich bis heute noch uneinig, welche genauen Faktoren zur Entstehung der emotionalen instabilen Persönlichkeitsstörung beitragen. Durch Psychotherapie können im Laufe der Jahre Besserungen eintreten, jedoch sind Rückfälle in alte Verhaltensmuster immer mal wieder möglich.

Betroffene beschreiben oft, dass sie eine immense innere Leere verspüren und es nicht wirklich schaffen, diese zu füllen. Durch extreme, oft selbstherbeigeführte Situationen versuchen sie, diese innere Leere mit Gefühlen zu füllen. Dies hat aber meistens nur kurzfristigen Erfolg. Weitverbreitet ist auch die Tendenz zur Selbstverletzung, oft ritzen sich Boderliner mit spitzen Gegenständen um sich Erleichterung zu verschaffen. Eine Beziehung- Beziehung mit einer emotional instabilen Person ist vielleicht am Anfang aufregend, auf die Dauer aber schwer aushaltbar.

Borderline- Beziehung

Eine Borderline- Beziehung ist häufig schwer möglich. Das liegt daran, dass die Borderline- Partner oft keine Nähe aushalten können, obwohl sie sich so sehr danach sehnen. Innerhalb einer Borderline- Beziehung führt dies dazu, dass sie den Partner immer wieder zu sich heranziehen, um diesen dann wieder von sich wegzustoßen. Zudem provoziert der Borderline- Partner immer wieder Situationen, die zu massivem Streit führen. Zum Teil kann das auch wie aus dem Nichts heraus entstehen. Das führt zu einer massiven Belastung für beide Partner, denn auch der kranke Partner möchte geliebt und akzeptiert und vor allem nicht verlassen werden. Deshalb wird dieser auch immer wieder versuchen, den Partner an sich zu binden. In extremen Fällen auch mit Selbstmord- Drohungen. Was also tun, wenn Sie in einer derartigen Borderline- Beziehung stecken? Einen Ausweg gibt es nur in Form einer Therapie und zwar für beide Partner. Der Borderline- Partner braucht diese um die Persönlichkeitsstörung zu behandeln, der andere Partner um gut auf sich selbst aufzupassen und um einen Ort zu haben, an dem über eigene Ängste und Sorgen gesprochen werden kann.

Trennung vom Borderline- Partner?

Wer mit einem Borderline- Partner zusammen ist, wird immer wieder vor der Frage stehen: Kann ich eine Trennung vom Borderline- Partner überhaupt erwägen oder verschlimmert sich die Krankheit dadurch? Was wenn sich der Borderline- Partner etwas antut und ich daran Schuld bin? Diese Fragen gehen den meisten in einer Borderline- Beziehung durch den Kopf. Doch Sie müssen für sich selbst entscheiden, ob Sie die Kraft haben, weiter zu kämpfen oder ob Sie ausgelaugt sind und mit Ihren Kräften am Ende. Stürmische Beziehungen dieser Art brauchen jede Menge Energie. Auch diese ist irgendwann einmal aufgebraucht. Es ist richtig und wichtig, dass Sie sich Sorgen machen um den Borderline- Partner, aber in erster Linie sollten Sie gut auf sich selbst aufpassen und dafür sorgen, dass es Ihnen gut geht. Das können Sie meist nur, wenn Sie den Kontakt zum Borderline- Partner abbrechen und wieder ganz für sich alleine sind. Was Sie in einer Borderline- Beziehung tun können, ist Ihre Unterstützung anbieten. Allerdings aus einer gewissen Distanz heraus. Denken Sie daran, dass Ihr Selbstschutz Vorrang hat.

Expertentipp:

Sollten Sie tatsächlich Angst um das Leben des Gegenübers haben, weil diese/r sich zum wiederholten Male zum Thema Selbstmord geäußert hat, können Sie auch mit Ihrem Hausarzt sprechen oder auch, wenn Ihnen Anonymität wichtig ist, bei einer Seelsorger- Hotline anrufen. Sie sind zwar in einer Partnerschaft, und Paare halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig, aber in vielen Fällen brauchen Menschen einfach professionelle Hilfe, die Sie beim besten Willen nicht leisten können. Auch wenn Sie es sich noch so sehr wünschen: Sie können Ihren Partner nicht retten.

Die Instabilität ist stressbedingt

Wie bereits oben erwähnt, gibt es bei stressbedingter Instabilität meistens einen temporären Stressfaktor. Sobald dieser verschwindet, lässt auch die Reizbarkeit des Partners nach. Hier muss jedoch ergänzt werden, dass Menschen ganz unterschiedlich auf Stress reagieren. Während einige scheinbar ein Pferdegemüt besitzen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, sind andere schon beim kleinsten Anlass ganz aus dem Häuschen. Auch hier können weitere psychische Probleme vorliegen. Vielleicht leidet der Partner ja unter Ängsten oder unter depressiven Verstimmungen. Hier gilt es einen Arzt aufzusuchen, der gemeinsam mit dem Patienten, eine mögliche psychische Krankheit ausschließen kann. Ist die Ursache tatsächlich nur temporär, können Sie sich mit dem Partner zusammensetzen und über eine gemeinsame Lösung nachdenken. Sind es zum Beispiel die Kinder {>Link https://www.scheidung.de/trennung-mit-kind-trennung-wegen-kind.html}, die Stress verursachen, könnte Hilfe von außen, beispielsweise in Form von Großeltern für Erleichterung schaffen. Ist es der Job, der Probleme bereitet, kann ein Gespräch mit dem Chef vielleicht Abhilfe verschaffen.

Was immer es auch ist, Sie werden um eine Aussprache nicht herumkommen. Es ist auch mehr als sinnvoll, frühzeitig auf bestimmte Warnsignale zu reagieren. Denn wenn sich bestimmte Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum zeigen, können diese dazu führen, dass eine Krankheit entsteht. Körper und Psyche bedingen sich gegenseitig. Ist der Partner also oft gestresst und beispielsweise verzweifelt, kommt es auch im Gehirn zu einer verminderten Ausschüttung von Glückshormonen, was auch auf lange Sicht gesehen eine Depression hervorrufen kann.

Partner weint bei Kleinigkeiten

Menschen, die oft in Tränen ausbrechen, können einerseits lediglich besonders sensibel sein, andererseits kann es sich auch um eine depressive Erkrankung handeln. Bei letzterem hält die Traurigkeit dauerhaft an und der Borderline- Partner spürt auch insgesamt im Leben wenig Elan. Freude kann oft gar nicht mehr empfunden werden und das Leben erscheint schlichtweg sinnlos. Hier hilft nur ein Gespräch mit einem Experten, sei es ein Psychologe oder der Hausarzt. Liegt das „Nahe am Wasser gebaut sein“ jedoch an einem sensiblen Charakter, ist kein Grund zur Sorge geboten. Es gibt einfach Menschen, die zu jeder Gelegenheit in Tränen ausbrechen. Sei es beim Fernsehen oder sogar, wenn sich etwas besonders Schönes ereignet. Hier gilt es einfach, diese Eigenschaft anzunehmen und diese nicht auf sich selbst zu beziehen.

Jedoch kann es sein, dass sich hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern ergeben. Denn viele Umfragen und Studien zeigen, dass Frauen öfter weinen, während Männer in vielen Fällen Probleme damit haben, wenn ihre Partnerinnen in Tränen ausbrechen. Das männliche Geschlecht fühlt sich in solchen Situationen schnell schuldig oder auch verantwortlich. Gerade in Streitsituationen ist dies nicht besonders hilfreich oder auch wenn die Frau lediglich eine Person zum zuhören benötigt. Dann kann die Tendenz, etwas „reparieren“ zu wollen, nur kontraproduktiv sein und dafür sorgen, dass beide Seiten sich vollkommen unverstanden fühlen.

Leider gibt es auch immer wieder Fälle, in denen Menschen gelernt haben, durch Weinen Problemen aus dem Weg zu gehen und den eigenen Willen durchzusetzen. Das werden Sie daran merken, wenn sich Streitigkeiten nicht wirklich auflösen und Sie immer das Gefühl haben, nachzugeben. Der Reflex, immer bei Problemen in Tränen auszubrechen, ist in den allermeisten Fällen vollkommen unbewusst und in der Kindheit angelernt. Durch eine Verhaltenstherapie lässt sich hier meist viel erreichen und die Konfliktlösungsstrategien ausbauen. Auch der Aufbau des Selbstbewusstseins kann dabei helfen, nicht ständig in Tränen auszubrechen. Vor allem dann, wenn der Partner immer dann weint, wenn eine scheinbare Kritik an der eigenen Person geäußert wurde. Sicherlich gefällt es den wenigsten, kritisiert zu werden. Manche Menschen sind jedoch besonders anfällig in diesem Bereich. Sie weinen auch dann schon, wenn der Partner gar keine Kritik äußern wollte, allein deshalb, weil sie viele Dinge auf sich selbst beziehen und dazu neigen, Schuld auf sich zu nehmen. Hier kann, wie oben bereits beschrieben, der Aufbau von Selbstbewusstsein helfen, damit ein „dickeres Fell“ wächst.

Partner ist cholerisch

Im Gegensatz zu depressiven Verstimmungen oder Ängsten, die sich eher in Form von Weinattacken äußern, steht der cholerische Charakter. Choleriker fahren oft bei der kleinsten Reizung vollkommen aus der Haut, schimpfen und beleidigen und sind oft angespannt, was sich auch auf die Menschen in deren Umfeld überträgt. Im Zusammenhang mit Alkoholkonsum kann es im äußersten Fall auch zu Gewalttätigkeiten kommen. Wer mit einem Choleriker zusammen ist, hat es wirklich nicht leicht, denn diese bemerken oft gar nicht, wie schädlich ihr Verhalten gegenüber anderen ist. Wer mit einem Choleriker zusammen ist, sollte deshalb genau überlegen, ob es sich um eine gesunde Beziehung handelt. Wenn Ihr Partner jedoch nur ab und an cholerische Anfälle hat und sich auch im Anschluss schnell wieder beruhigt, können Sie versuchen, diesem einfach aus dem Weg zu gehen, wenn Sie bemerken, dass sich gerade Gewitterwolken zusammenbrauen. Auch hilfreich ist es, wenn Sie sich vor Augen halten, dass es sich um eine Macke des Partners handelt und dieser sich auch recht schnell wieder beruhigen wird.

Natürlich ist cholerisches Verhalten kein Grund, um Beleidigungen auszuhalten. Und erst recht keine Gewalttaten. Wenn Sie Ihren Partner jedoch lieben, können Sie diese Charakterschwäche eventuell akzeptieren und nach und nach versuchen, eine Lösung zu finden. Vor allem, wenn der Partner gerade gute Laune hat, können Sie versuchen, ein Gespräch zu initiieren.

Das klärende Gespräch in einer Borderline- Beziehung

Vielleicht wissen Sie derzeit gar nicht, wie Sie ein Gespräch mit dem Partner in einer Borderline- Beziehung beginnen können. Gerade wenn dieser ständig unter Stimmungsschwankungen leidet und unter Borderline, kann es scheinen, als ob es keinen passenden Moment gibt, weil immerzu Probleme zuerst besprochen werden müssen. Am besten ist es, wenn Sie mit dem Borderline- Partner tatsächlich einen Termin vereinbaren, zu einem Zeitpunkt, wenn beispielsweise die Kinder aus dem Haus sind, am Wochenende oder in den Ferien, wenn zumindest die Wahrscheinlichkeit nicht mehr so hoch ist, dass ein Störfaktor auftritt.

Versuchen Sie bei dem Gespräch möglichst sachlich zu bleiben. Das heißt, dass Sie keine Vorwürfe machen und immer in der Ich- Person sprechen sollten. Sicherlich wird Ihr Borderline- Partner verstehen, dass auch Sie unter der angespannten Situation leiden. Von hier aus können Sie signalisieren, dass Sie immer für die Person da sind, aber dass sich etwas ändern muss. Sie können auch schon vorher beispielsweise Material sammeln oder Info- Broschüren bereit legen. Dabei sollten Sie jedoch nicht unbedingt wie ein Vorgesetzter auftreten sondern vielmehr auf freundschaftlicher Ebene dem Borderline- Partner Ratschläge erteilen. Dabei gilt: Je mehr Sie sich zuvor über die Krankheit oder Situation des Partners informiert haben, desto besser. Seine Sie jedoch vorsichtig mit vorschnellen Rückschlüssen. Sie könnten Ihren Partner nur unnötig verletzen. Vielleicht können Sie auch eine Paartherapie vorschlagen. Dies eignet sich vor allem dann, wenn es so scheint, als ob der Borderline- Partner nicht wirklich einsichtig hinsichtlich der eigenen Borderline-Erkrankung scheint. Ein Therapeut kann hier ganz sanft vermitteln und Ihnen beiden Auswege aus kritischen Situationen aufzeigen.

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