Bleiben oder Trennen?

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Definition: Warum schämen wir uns für den Partner?

DEFINITION

Warum schämen wir uns für den Partner?

Das Gefühl der Scham ist ein durch gesellschaftliche Normen festgelegtes Gefühl. Menschen, die Scham zeigen, zeigen den Umstehenden an, dass ihnen ein Fehlverhalten bewusst wurde. Schämen wir uns für andere, meist für Menschen, denen gegenüber wir uns gesellschaftlich verantwortlich fühlen, handelt es sich um das sogenannte Fremdschämen. Dies ist ein häufiger Trennungsgrund.

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Kurzfassung - Alles auf einen Blick

  • Schämen Sie sich in der Öffentlichkeit für Ihre Frau oder Ihren Mann, kann das viele Gründe haben. Oft, aber nicht nur spielen Suchterkrankungen oder Manien eine Rolle.
  • Nicht zwingend hat sich der Partner verändert, vielleicht ist es auch Ihre eigene Wahrnehmung.
  • Schämen Sie sich in der Öffentlichkeit für Ihren Partner, kann das ein deutliches Anzeichen sein, dass in Ihrer Ehe oder Beziehung etwas nicht stimmt.

Warum schämen wir uns?

Das Gefühl der Scham ist kein im Menschen verankertes Gefühl wie Freude oder Angst, sondern ein durch gesellschaftliche Normen festgelegtes Gefühl. Es ist also nicht angeboren, sondern anerzogen, und die Dinge, für die sich ein Mensch schämt, können in unterschiedlichen Kulturkreisen, aber auch individuell sehr unterschiedlich sein.

 

Gesellschaftlich gesehen hat die Scham, die übrigens eine rein menschliche Regung ist, durchaus einen Sinn, denn bei Fehlverhalten signalisiert die Scham der Umwelt "Schaut her, ich weiß, dass ich etwas falsch gemacht habe, dass ich Regeln verletzt und Grenzen überschritten habe, und ich werde mich in Zukunft an die Regeln und Grenzen halten."

 

Jedoch schämen wir uns bei weitem nicht nur für uns selbst und unsere eigenen Taten, sondern oftmals schämen wir uns auch für andere, meist für Menschen, denen gegenüber wir uns gesellschaftlich verbunden und/oder irgendwie verantwortlich fühlen. Dieses sogenannte „Fremdschämen“, das es als Wort in Deutschland erst seit dem Jahre 2009 offiziell gibt, lässt sich von der Scham an sich nicht komplett abgrenzen, jedoch gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Phänomen. Fakt ist jedoch, dass auch wenn der deutsche Begriff neu und erst seit wenigen Jahren in der deutschen Sprache gebräuchlich ist, das Gefühl an sich nicht so neu ist, denn in der englischen Sprache gibt es beispielsweise schon seit den 1980er Jahren die Begriffe vicarious embarrassment (stellvertretende Peinlichkeit) oder empathic embarrassment (empathische Peinlichkeit).

 

Was aber muss geschehen, dass Sie sagen "Ich schäme mich für meinen Mann" oder "Ich schäme mich für meine Freundin" und das unter Umständen so sehr, dass deswegen die Beziehung auf dem Spiel steht?

Aus diesen Gründen könnten Sie sich für den Partner schämen

Es gibt verschiedene denkbare Gründe, aus denen Sie sich für Ihren Partner schämen könnten. Ein ganz klassischer Grund ist wohl eine Suchterkrankung. Wenn der Partner trinkt, Drogen nimmt oder spielsüchtig ist, geraten viele Ehepartner in eine sogenannte Co-Abhängigkeit. Diese bringt es mit sich, dass sie sich für die Sucht des Partners mitverantwortlich fühlen und sich für seine Verhaltensweisen schämen.

 

Kommt es in diesem Zusammenhang zu einer Trennung oder Scheidung, weil Sie sich beispielsweise dafür schämen, dass Ihr Partner immer wieder betrunken durch Pöbeleien auffällt oder der Haushalt in einem katastrophalen Zustand ist, so ist das Schämen nicht ursächlich für die Trennung, sondern nur ein Problem von vielen, die eine Suchterkrankung des Partners mit sich bringt. Aber es muss nicht zwingend eine Suchterkrankung dahinterstehen, wenn Sie sich in der Öffentlichkeit für Ihren Partner schämen.

 

Vielleicht vertritt Ihr Partner auf einmal extreme und merkwürdige politische, religiöse oder gesellschaftliche Ansichten, hängt wilden Verschwörungstheorien an und lässt nicht nach, darüber zu reden, um andere davon zu überzeugen? Das kann durchaus ein Grund sein, sich für den Partner zu schämen und sicherlich ist es wegen solcher Dinge schon zu Trennungen und Scheidungen gekommen. Schauen Sie jedoch genauer hin, erkennen Sie schnell, dass auch hier das Schämen nur ein Symptom ist. Ursächlich ist die Veränderung des Partners, der auf einmal Überzeugungen vertritt, die er früher nicht vertreten hat.

 

Schämen Sie sich, weil Ihr Partner oder Ihre Partnerin in Gesellschaft immer schrill und auffällig ist, immer im Mittelpunkt stehen möchte und dabei auch so manches Mal über das Ziel hinausschießt? In diesem Fall sollten Sie genau hinterfragen, ob dieses Verhalten Ihres Partners, für das Sie sich jetzt schämen, überhaupt neu ist? Oft ist es nämlich so, dass der Partner nichts an seinem Verhalten geändert hat, sondern es ist Ihre Wahrnehmung seines Verhaltens, die sich verändert hat. Eine solche Situation entsteht oft, wenn sich die Partner in unterschiedliche Richtungen entwickeln und nach ein paar Jahren einfach alles nicht mehr so passt wie früher. Verhaltensweisen des Partners, die Sie früher zwar schräg, aber durchaus lustig, amüsant und charmant fanden, empfinden Sie nun als peinlich und Sie schämen sich, weil sie einfach nicht mehr in den eigenen Lebensentwurf und vielleicht auch nicht in den neuen Freundeskreis passen.

 

Auch diese Situationen können zu einer Beendigung der Beziehung und zu Trennung und Scheidung führen, aber wie schon in den vorangegangenen Beispielen ist das Schämen für die Verhaltensweisen des Partners auch hier wieder nur Symptom eines tiefer liegenden Problems. Viele weitere Gründe dafür, warum Sie sich in der Öffentlichkeit für den Partner schämen könnten, sind denkbar. Sie könnten sich beispielsweise schämen, weil

 

  • der Partner straffällig geworden ist.
  • der Partner sich nicht mehr seinem Alter entsprechend verhält, etwas was sich oft bei Männern in der Midlife-Krise beobachten lässt.
  • der Partner sich in Bezug auf Hygiene und sein Äußeres gehen lässt. Hier kann zum Beispiel eine Erkrankung wie eine Depression dahinterstecken, aber es ist eben auch möglich, dass sich der Partner einfach nur gehen lässt.
  • der Partner arbeitslos oder im Job wenig erfolgreich ist.
  • der Partner sich äußerlich verändert hat und beispielsweise stark an Gewicht zugenommen hat.

 

Bei jedem dieser denkbaren Gründe ist es jedoch so, dass sich etwas verändert hat. Etwas an dem Partner ist nicht mehr so, wie es einmal war oder etwas an Ihnen ist nicht mehr so, wie es war, und Sie nehmen den Partner dadurch anders wahr. Und auch, wenn manche Gründe, wie beispielsweise eine starke Gewichtszunahme oder aber eine Arbeitslosigkeit oberflächlich erscheinen mögen, ist es für manche Menschen durchaus ein Grund, sich für den Partner zu schämen. Wem selbst Karriere und ein gutbezahlter Arbeitsplatz sehr wichtig ist und wer sich in einem entsprechenden Umfeld bewegt, in dem das ebenfalls wichtig ist, der mag sich durchaus für seinen arbeitslosen oder einfach nur im Job nicht besonders ehrgeizigen Partner schämen.

 

Und wer, was auch durchaus vorkommt, seinen Ehegatten nicht unbedingt nur aus romantischer Liebe, sondern durchaus auch zu Repräsentationszwecken geheiratet hat, der mag sich schämen, wenn sie oder er mit den einstigen Modelmaßen mittlerweile 120 Kilo auf die Waage bringt.

Wer hat sich verändert, der Partner oder Sie?

Schämen Sie sich auf einmal für Ihren Partner, hat sich irgendetwas in ihrer Beziehung verändert. Der Grund dafür kann bei Ihnen oder bei Ihrem Partner liegen, aber die Scham, die Sie in der Öffentlichkeit in Bezug auf Ihren Partner verspüren, ist ein deutlicher Indikator dafür, dass sich in Ihrer Beziehung etwas zum Negativen verändert hat. Menschen entwickeln sich oft in unterschiedliche Richtungen und auch zwei Menschen, die in einer Beziehung oder einer Ehe miteinander leben, entwickeln sich nicht zwingend gemeinsam in die gleiche Richtung. In vielen Fällen ist das kein Problem und die unterschiedlichen Richtungen, in die sich die Partner entwickeln, ergänzen sich gut oder tragen zu einer Vielfalt in der Beziehung bei und halten sie interessant. In anderen Fällen aber kann es sein, dass sich die Partner so unterschiedlich und in so entgegengesetzte Richtungen entwickeln, dass dem einem das Verhalten des anderen nur noch peinlich ist.

Dauer: 7:02

Video:

Was tun bei Ehekrise?

Gibt es Wege, die aus dieser Situation wieder herausführen?

Bis es so weit ist, dass Sie sich wirklich in der Öffentlichkeit für den Partner schämen, muss in den meisten Fällen schon einiges passieren, vor allem, wenn es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher handelt, sondern das Schamgefühl regelmäßig auftritt. Natürlich hat jeder Mensch eine andere Toleranzgrenze, und was der eine locker mit einem Lachen wegsteckt, ist dem anderen bereits sehr peinlich. Regelmäßig Scham aufgrund des Verhaltens des Partners zu empfinden ist jedoch nicht gut für die Beziehung und deutet auf eher schwerwiegende Probleme im Miteinander hin.

Das Schämen ist in aller Regel nur ein Symptom

Geraten Sie regelmäßig in Situationen, in denen Sie sich für den Partner schämen, kann dies schon zu einer so belastenden Situation führen, dass am Ende eine Scheidung oder Trennung steht. Das Schämen ist jedoch immer nur ein Symptom einer anderen Problematik, es ist ein Indikator, der darauf hindeutet, dass sich die Beziehung verändert hat und dass Sie sich als Partner verändert haben. Ausschlaggebend für eine Trennung oder Scheidung sind also immer die Veränderungen, die mit den Partnern stattgefunden haben, während das Schämen nicht mehr als ein Symptom ist. Oft ist es aber auch genau das Symptom, dass Ihnen deutlich vor Augen führt, wie sehr Sie sich auseinandergelebt und in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben.

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Ausklang - Am Ende wird alles immer gut

Der geliebte Partner an der Seite ist im Normalfall ein Mensch, der Sie stolz macht, der Eigenschaften hat, die Sie bewundern und mit dem Sie sich gern in der Öffentlichkeit zeigen. Was aber, wenn das ins Gegenteil umschlägt? In vielen Fällen kommt es dazu, dass Sie nicht mehr voll hinter dem Partner, seinen Überzeugungen, seinem Lebensentwurf stehen können und sich trennen wollen. Dazu gehört jedoch zunächst, seine eigenen Ansichten zu hinterfragen, und wie es zum Gefühl der Scham über Partnerin oder Partner kommen konnte.